Archiv für die Kategorie „Die Tagebücher des Herrn B. Kloppt“

Aus den Untiefen der eigenen Antriebslosigkeit

Sven Funke | Dienstag, 31. August 2010

Nun denn, es ist soweit, die Luft ist raus. Eigentlich müsste ich nun schon seit einigen Tagen dran sitzen und für die mündliche Prüfung lernen, aber irgendwie will das alles noch nicht so recht. Statt dessen verbringe ich meine kostbare Zeit damit, meine Bude zu entrümpeln, ebay leer-zu-ersteigern, Musik zu hören und verschiedene Kaffee- und Tee-Sorten durchzuprobieren.

Eine Einladung zur Prüfung habe ich immer noch nicht bekommen, habe also auch noch keinen exakten Termin. Eigentlich sollte ich mich darüber wohl freuen, schließlich habe ich so mehr Zeit, um mich darauf vorzubereiten und mich damit auseinanderzusetzen, was ich mir noch dringend ansehen muss. Dennoch: die letzten 3 Wochen waren anstrengend genug, und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich mein Körper langsam aber sicher auch das zurückholt, was er in dieser Zeit vermisst hat – zumindest was das Schlafpensum angeht.

Um nicht völlig in der Antriebslosigkeit zu versinken, habe ich mir vorgenommen, jeden Tag wenigstens ein bisschen zu lernen, sodass ich den Zugang zum Stoff nicht ganz verliere. Mal sehen wie gut meine Selbstwirksamkeitsüberzeugung dabei wirklich ist… momentan kämpfe ich mit Detailfragen der Anatomie (Extremitätenmuskulatur mochte ich noch nie..), anschließend muss ich dringend Biochemie anpacken, das darf nicht in die Hose gehen.

Gerüchteweise hieß es, bis zum 17.9. seien alle mündlichen Prüfungen in Bonn rum – das würde bedeuten, dass ich bis spätestens nächste Woche Dienstag dann auch mein Ein(ladungs)schreiben bekommen sollte – 10 Tage vorher. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Endspurt

Sven Funke | Montag, 16. August 2010

Eine kurze Verschnaufpause noch – noch einmal alles durchgehen, was man “danach” machen will. Nächste Woche ist es soweit, der schriftliche Termin, nein, die BEIDEN schriftlichen Termine für die “erste ärztliche Prüfung”. Ohje. Als ob man danach halbfertiger Arzt oder so etwas wäre. Aber immerhin hat man sein mehr oder weniger (un?)nützes Wissen präsentiert.

Irgendwie ist die letzten Tage immer mehr die Luft raus, wie man so schön sagt. Plan für spätere Prüfungen: Früher anfangen. Strukturierter mit der eigenen (Lern-/Frei-)Zeit umgehen. Damit man nicht völlig dekompensiert, weil man den Stoff nicht in so kurze Zeit gestopft kriegt.

Inzwischen glaube ich fast allen Statistiken, die sagen, dass Medizinstudenten mit soundsoviel Prozent eine der sucht- und depressionsgefährdetsten Gruppen sind. Aber gut, noch ist es eben alles nicht durchgestanden.

Noch einmal sammeln. Nochmal durchatmen. Noch eine Woche ackern, und dann hoffentlich einen frühen Termin für die mündliche abstauben, und wenigstens noch 2 Wochen “Ferien” genießen können, bevor das nächste Semester startet.

Auf gehts. Wünscht mir uns Glück.

Was zu sagen bleibt…

Sven Funke | Donnerstag, 8. Juli 2010

Ganz im Ernst: Warum sollten Kraken Ahnung von Fußball haben?

Kurzes Statement zur Lage der Nation

Sven Funke | Dienstag, 29. Juni 2010

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Still ists mal wieder um mich geworden. Lernphase nennt man das. Der ein oder andere wird sich gewundert haben, dass ich nicht ans Handy gegangen bin, die letzte Zeit… lautlos, Schublade. Himmlische Ruhe. Die Situation ist, sagen wir mal, angespannt, aber nicht aussichtslos. Langsam aber stetig lichtet sich das Gestrüpp an mehr oder weniger relevanten Informationen, der anfängliche Ehrgeiz und das Gefühl der hilflosen Panik weichen inzwischen immer mehr einer etwas zu fatalistischen “Läuft”-Haltung. Von den 3 Semester-Abschluss-Klausuren in dieser Woche ist heute meine erste (vor der sich auch niemand ernsthaft gefürchtet hat) blendend gelaufen, morgen und übermorgen gibts aber mit Neuro-Anatomie und Physiologie nochmal ordentlich was auf den Sack Deckel. Ich bin gespannt. Hoffen wir, dass alles gut geht, dann kann ich das Wochenende auch mit Rheinkultur und einigen anderen Feierlichkeiten genießen… auch wenn mir nächste Woche noch mein Wahlfach, Ethik, im Nacken sitzt… aber irgendetwas sagt mir, dass sich dafür einfacher lernen lässt…

Ach, übrigens: Die Psycho-Ergebnisse sind auf dem eCampus online! (Habt ihr aber bestimmt eh schon alle gesehen…)

Skizzenblock I

Sven Funke | Mittwoch, 26. Mai 2010

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Ich komme endlich mal wieder zum Zeichnen :)

in den nächsten Tagen werde ich hoffentlich das Geheimnis lüften können, worum es hier geht…

Klarschiffmachen, Teil 1

Sven Funke | Donnerstag, 13. Mai 2010

Freie Tage wollen ja sinnvoll genutzt werden, also habe ich gerade mal meinen Schreibtisch aufgeräumt und unter anderem auch die Terminübersicht aktualisiert.

Übrigens: Wer Angehöriger unseres Seminargruppen-Ordners in der Dropbox ist (Referral), der hat ab heute auch mehrere Lernplan-Vorschläge fürs Physikum im entsprechenden Ordner.

Der Mai ist gekommen…

Sven Funke | Sonntag, 2. Mai 2010

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Die Bilanz für dieses Jahr: 4 Haltestellen, 3 bezahlt, 150 Kilometer, 1 Kasten Kölsch und 0,5 Kästen Pils, 20 liegen gelassene Kabelbinder, 5 Heinzelmännchen, und alles in nur 8 Stunden.

Fachschaft: Neue Öffnungszeiten

Sven Funke | Donnerstag, 29. April 2010

Seit Montag gelten neue Zeiten für die Öffnung des Fachschaftsbüros Medizin Vorklinik. Ab sofort steht die Containertür von 10:15 bis 11:45 offen. Weitere Infos gibts im Aushang und auf der Fachschaftsseite.

Motivations-Dilemma

Sven Funke | Montag, 19. April 2010

Ich habe das Vergnügen (das ist nicht ironisch gemeint, ich freue mich wirklich drauf!) demnächst einige Erste-Hilfe-Kurse für Kommilitonen von mir halten zu dürfen. Im Laufe des Medizinstudiums ist zur Anmeldung zur “1. ärztlichen Prüfung” (=”Physikum”) ein “großer” Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren.

Sinn des ganzen ist es natürlich einerseits, sicherzustellen, dass die Studenten ihre rechtliche Garantenstellung auch erfüllen können, andererseits aber auch eine gute Vorbereitung auf spätere Situationen in der praktischen Arbeit zu bieten.

Für mich stellt sich dabei die Frage, wie man so einen Kurs inhaltlich aufzieht. Natürlich, die BAGEH schreibt die Kursinhalte verbindlich vor – das heißt, es gibt Dinge, die auf jeden Fall besprochen werden müssen, damit ich den Kurs überhaupt im Rahmen der Erste-Hilfe-Ausbildung bescheinigen darf. Völlig klar.

Klar ist aber auch, dass man Leute, die im 4. Semester Medizin studieren, die eine Lunge schon im Präp’kurs in der Hand und in Histologie unter dem Mikroskop gehabt haben, die sich in Physiologie über Restriktion und Obstruktion und Berechnungen von Lungenvolumina und Lungenfunktionstests unterhalten haben, nicht unbedingt 45 Minuten damit quält, wie die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Asthma bronchiale aussehen.

Wie gestaltet man einen Kurs aber dennoch professionell und gleichzeitig ansprechend für die Teilnehmer, wenn solche Grundlagen bereits bekannt sind? Macht es beispielsweise Sinn, einen Intubationstrainer mitzubringen, wie es manche Kollegen vorgeschlagen haben, wenn einige der Teilnehmer trotz allem noch nicht wissen, was ein Endotrachealtubus ist?

Ich für meinen Teil bin davon überzeugt, dass es an vielen Stellen des Studiums am Praxisbezug mangelt. Zwar ist es verständlich, dass in den Grundlagenfächern zunächst nur ein Ausblick auf die spätere Arbeit als Arzt gegeben werden kann, dennoch würde ich mir als Student manchmal einfach nur ein kurzes Statement vom Dozenten wünschen, wie man die gerade gewonnenen Erkenntnisse klinisch anwenden könnte.

Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich mir vorgenommen habe, die Inhalte mit mehr Praxisbezug zu vermitteln. Im Wesentlichen mit verschiedenen Fallbeispielen von mir, Kollegen oder Bekannten, mit Rollenspielen und auch mit einfachen, na ja, Quizaufgaben. Vielleicht ergibt sich ja auch die Möglichkeit, mal einen RTW von innen zu zeigen, mal das ein oder andere Gerät vorzuführen oder die ein oder andere Maßnahme und Methode en detail zu erklären und zu üben. Die Beutel-Masken-Beatmung zum Beispiel.

Ich bin gespannt ob mir die Gratwanderung zwischen den notwendigen Inhalten und der nötigen Nähe zum Studium an allen Stellen so gelingt. Immerhin halte ich mehrere Kurse, um aus den ersten alle Erfahrungen unmittelbar mit in die nächsten zu nehmen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Rechter Winkel

Sven Funke | Samstag, 17. April 2010

Was sich der Architekt wohl dabei gedacht hat?
Oder stammt das Gebäude etwa noch aus “seiner Zeit”?


Größere Kartenansicht

Wurde bei der Vorbereitung auf einen größeren Sanitätsdienst gefunden. Danke Max! ;)