Archiv für die Kategorie „Die Retter“

Endspurt

Sven Funke | Montag, 16. August 2010

Eine kurze Verschnaufpause noch – noch einmal alles durchgehen, was man “danach” machen will. Nächste Woche ist es soweit, der schriftliche Termin, nein, die BEIDEN schriftlichen Termine für die “erste ärztliche Prüfung”. Ohje. Als ob man danach halbfertiger Arzt oder so etwas wäre. Aber immerhin hat man sein mehr oder weniger (un?)nützes Wissen präsentiert.

Irgendwie ist die letzten Tage immer mehr die Luft raus, wie man so schön sagt. Plan für spätere Prüfungen: Früher anfangen. Strukturierter mit der eigenen (Lern-/Frei-)Zeit umgehen. Damit man nicht völlig dekompensiert, weil man den Stoff nicht in so kurze Zeit gestopft kriegt.

Inzwischen glaube ich fast allen Statistiken, die sagen, dass Medizinstudenten mit soundsoviel Prozent eine der sucht- und depressionsgefährdetsten Gruppen sind. Aber gut, noch ist es eben alles nicht durchgestanden.

Noch einmal sammeln. Nochmal durchatmen. Noch eine Woche ackern, und dann hoffentlich einen frühen Termin für die mündliche abstauben, und wenigstens noch 2 Wochen “Ferien” genießen können, bevor das nächste Semester startet.

Auf gehts. Wünscht mir uns Glück.

Kurzes Statement zur Lage der Nation

Sven Funke | Dienstag, 29. Juni 2010

IMG_0273

Still ists mal wieder um mich geworden. Lernphase nennt man das. Der ein oder andere wird sich gewundert haben, dass ich nicht ans Handy gegangen bin, die letzte Zeit… lautlos, Schublade. Himmlische Ruhe. Die Situation ist, sagen wir mal, angespannt, aber nicht aussichtslos. Langsam aber stetig lichtet sich das Gestrüpp an mehr oder weniger relevanten Informationen, der anfängliche Ehrgeiz und das Gefühl der hilflosen Panik weichen inzwischen immer mehr einer etwas zu fatalistischen “Läuft”-Haltung. Von den 3 Semester-Abschluss-Klausuren in dieser Woche ist heute meine erste (vor der sich auch niemand ernsthaft gefürchtet hat) blendend gelaufen, morgen und übermorgen gibts aber mit Neuro-Anatomie und Physiologie nochmal ordentlich was auf den Sack Deckel. Ich bin gespannt. Hoffen wir, dass alles gut geht, dann kann ich das Wochenende auch mit Rheinkultur und einigen anderen Feierlichkeiten genießen… auch wenn mir nächste Woche noch mein Wahlfach, Ethik, im Nacken sitzt… aber irgendetwas sagt mir, dass sich dafür einfacher lernen lässt…

Ach, übrigens: Die Psycho-Ergebnisse sind auf dem eCampus online! (Habt ihr aber bestimmt eh schon alle gesehen…)

Die Ruhe vor dem Sturm

Sven Funke | Donnerstag, 13. Mai 2010

2010-05-14_72

In 101 Tagen ist es soweit, das Herbst-Physikum 2010 steht bevor. Ich habe hier einmal die einschlägigsten Seiten gesammelt, auf denen man sich individuelle Lernpläne erstellen (lassen) kann. Die Ergebnisse habe ich mal in groben Zügen verglichen, sie unterscheiden sich nur unwesentlich – zum Beispiel, ob Punkte wie “Schreibtisch aufräumen” oder “Pause” explizit erwähnt werden oder nicht. Die meisten Pläne gehen von einer Lernphase von 6 Wochen (=42 Tagen ohne eingerechnete Pause) mit je 6-8 Stunden Lernaufwand pro Tag aus. Wer jetzt schon anfängt, sollte also eigentlich gut zurecht kommen, was den Stoff angeht – zumal die “Integrierten Seminare” einen guten Einstieg in viele große Themenkomplexe bieten. Wer diese Veranstaltungen vernünftig vorbereitet hat sich also schon viel späteren Lernaufwand gespart. Ran an den Speck!

 

Medi-Learn (bekannt durch den Kollegen Lüdeling) bietet einen recht umfangreich einstellbaren Planer an, dazu gibt es noch Tipps und natürlich den Verweis auf die Skriptenreihe. Es gibt übrigens eine nette Exportfunktion für Outlook o.ä. als iCal-Datei.
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/planer/

Thieme bietet auf Via medici online einen Erfahrungsbericht zum Physikum an, der auch einen Lernplangenerator enthält. Lesenswert!
http://www.thieme.de/viamedici/studienort_ulm/vorklinik/…

Und wenn es schon um Seiten von Medizinbuch-Verlagen geht, darf Elsevier/Urban&Fischer natürlich auch nicht fehlen. Hier können Lernpläne für Physikum und Hammerexamen erstellt werden. Besonderheit: Die Aufteilung zwischen Lernen und Kreuzen muss der Student selbst übernehmen, es steht nur das Fach auf dem Plan. Schön: “Schreibtisch aufräumen” und ähnliche Zusatzaufgaben werden explizit erwähnt.
http://217.74.186.3/test/lernplan/index.php

Klarschiffmachen, Teil 1

Sven Funke | Donnerstag, 13. Mai 2010

Freie Tage wollen ja sinnvoll genutzt werden, also habe ich gerade mal meinen Schreibtisch aufgeräumt und unter anderem auch die Terminübersicht aktualisiert.

Übrigens: Wer Angehöriger unseres Seminargruppen-Ordners in der Dropbox ist (Referral), der hat ab heute auch mehrere Lernplan-Vorschläge fürs Physikum im entsprechenden Ordner.

Der Mai ist gekommen…

Sven Funke | Sonntag, 2. Mai 2010

2010-05-02_72

Die Bilanz für dieses Jahr: 4 Haltestellen, 3 bezahlt, 150 Kilometer, 1 Kasten Kölsch und 0,5 Kästen Pils, 20 liegen gelassene Kabelbinder, 5 Heinzelmännchen, und alles in nur 8 Stunden.

Motivations-Dilemma

Sven Funke | Montag, 19. April 2010

Ich habe das Vergnügen (das ist nicht ironisch gemeint, ich freue mich wirklich drauf!) demnächst einige Erste-Hilfe-Kurse für Kommilitonen von mir halten zu dürfen. Im Laufe des Medizinstudiums ist zur Anmeldung zur “1. ärztlichen Prüfung” (=”Physikum”) ein “großer” Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren.

Sinn des ganzen ist es natürlich einerseits, sicherzustellen, dass die Studenten ihre rechtliche Garantenstellung auch erfüllen können, andererseits aber auch eine gute Vorbereitung auf spätere Situationen in der praktischen Arbeit zu bieten.

Für mich stellt sich dabei die Frage, wie man so einen Kurs inhaltlich aufzieht. Natürlich, die BAGEH schreibt die Kursinhalte verbindlich vor – das heißt, es gibt Dinge, die auf jeden Fall besprochen werden müssen, damit ich den Kurs überhaupt im Rahmen der Erste-Hilfe-Ausbildung bescheinigen darf. Völlig klar.

Klar ist aber auch, dass man Leute, die im 4. Semester Medizin studieren, die eine Lunge schon im Präp’kurs in der Hand und in Histologie unter dem Mikroskop gehabt haben, die sich in Physiologie über Restriktion und Obstruktion und Berechnungen von Lungenvolumina und Lungenfunktionstests unterhalten haben, nicht unbedingt 45 Minuten damit quält, wie die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Asthma bronchiale aussehen.

Wie gestaltet man einen Kurs aber dennoch professionell und gleichzeitig ansprechend für die Teilnehmer, wenn solche Grundlagen bereits bekannt sind? Macht es beispielsweise Sinn, einen Intubationstrainer mitzubringen, wie es manche Kollegen vorgeschlagen haben, wenn einige der Teilnehmer trotz allem noch nicht wissen, was ein Endotrachealtubus ist?

Ich für meinen Teil bin davon überzeugt, dass es an vielen Stellen des Studiums am Praxisbezug mangelt. Zwar ist es verständlich, dass in den Grundlagenfächern zunächst nur ein Ausblick auf die spätere Arbeit als Arzt gegeben werden kann, dennoch würde ich mir als Student manchmal einfach nur ein kurzes Statement vom Dozenten wünschen, wie man die gerade gewonnenen Erkenntnisse klinisch anwenden könnte.

Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich mir vorgenommen habe, die Inhalte mit mehr Praxisbezug zu vermitteln. Im Wesentlichen mit verschiedenen Fallbeispielen von mir, Kollegen oder Bekannten, mit Rollenspielen und auch mit einfachen, na ja, Quizaufgaben. Vielleicht ergibt sich ja auch die Möglichkeit, mal einen RTW von innen zu zeigen, mal das ein oder andere Gerät vorzuführen oder die ein oder andere Maßnahme und Methode en detail zu erklären und zu üben. Die Beutel-Masken-Beatmung zum Beispiel.

Ich bin gespannt ob mir die Gratwanderung zwischen den notwendigen Inhalten und der nötigen Nähe zum Studium an allen Stellen so gelingt. Immerhin halte ich mehrere Kurse, um aus den ersten alle Erfahrungen unmittelbar mit in die nächsten zu nehmen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Rechter Winkel

Sven Funke | Samstag, 17. April 2010

Was sich der Architekt wohl dabei gedacht hat?
Oder stammt das Gebäude etwa noch aus “seiner Zeit”?


Größere Kartenansicht

Wurde bei der Vorbereitung auf einen größeren Sanitätsdienst gefunden. Danke Max! ;)

Planspiel: Arbeitsbereiche im BHP-50

Sven Funke | Dienstag, 2. März 2010

01032010300

Das NRW-Konzept des "Behandlungsplatz 50" (= Kräftekontingent zur Versorgung von mindestens 50 Patienten innerhalb einer Stunde bei einem Großschadensereignis) sieht verschiedene räumlich voneinander getrennte Arbeitsbereiche vor. Dabei werden Patienten verschiedener Verletzungsgrade entsprechenden Kategorien zugeordnet, die mit jeweils unterschiedlichen Kräften und Hilfsmitteln versorgt werden können, um eine möglichst große Anzahl Personen zu retten.

Um einen möglichen theoretischen Aufbau verschiedener Bereiche zu üben, bot es sich an, ein wetterunabhängiges Planspiel aus Papier zu nutzen. Zwar ist der Aufwand zur Vorbereitung etwas größer, als wenn man dafür "nur" die Fahrzeuge aus der Halle auf ein geeignetes Gelände bewegen müsste, dafür kommt man schneller zu einem sichtbaren Ergebnis, und dieses lässt sich auch viel leichter und viel flexibler in der Gruppe diskutieren.

01032010301

Fazit: Wird wiederholt!

Nicht nur Sven muss kotzen…

Markus Brüggemann | Freitag, 12. Februar 2010

…derzeit haben auch nicht wenige andere Leute das Bedürfnis, sich das Essen ein zweites Mal durch den Kopf gehen zu lassen. So sieht es zumindest im Rheinland aus, wo gestern mit Weiberfastnacht die Hochsaison von Karneval ‘10 eröffnet wurde.

Dieses Jahr habe ich es mir angetan, bei einem Zug in unserer schönen Nachbarstadt sanitätsdienstlich mitzumachen. Im übrigen werden meine nächsten Tage ähnlich aussehen.

Was erlebt man so an Karneval im Rheinland?

Ich kriegs Kotzen!

Sven Funke | Sonntag, 7. Februar 2010

Das folgende Video ist nicht etwa, wie böse Zungen behaupten würden, eine Image-Kampagne fürs DRK, und es ist auch kein Fake, wie manche sicher einwerfen werden, das lief tatsächlich so über die Fernsehschirme. Und ich bekomme das kalte Grausen. Ulf hatte ja schonmal angedeutet, dass es sinnvoll ist, Schülern Erste Hilfe nahe zu bringen, aber dann doch auch bitte richtig. Interessant auch, dass kein Arsch Redakteur vorher prüft, ob die Aussagen denn so auch stimmen. Eine zweite Meinung schadet ja bekanntlich nie. Zumal die Lehraussagen der Arbeitsgemeinschaft Erste Hilfe auch sicher über Google zu finden sind.

Herzlichen Dank an Max für den Link!

Korrekturen nach dem Klick.

(weiterlesen…)