Ich sammle gemeinhin alles, was sich in irgendeiner Weise als Merksatz nutzen lässt. Bei gelegentlichen Streifzügen auf Fortbildungen, Seminaren, in der Uni, bei Kollegen und natürlich im World Wide Web findet man so allerlei Schätzchen.
Lernstrategisch übrigens auch gar nicht so übel.
hier ein kleines Beispiel für eine erfolgreiche Kurzanamnese…
S ymptomes?
A allergies?
M edicaments?
P ain?
L ast meal?
E vent?
Wer aus dem Rheinland kommt, kennt natürlich noch die Band “BAP”. Welch Wunder, dass sich hier immer noch in den Köpfen folgendes festsetzt:
B ewusstsein?
A tmung?
P uls?
(Verzweifelt wird von hunderten Dozenten fleißig versucht, es in “BAK” – “…, Kreislauf” umzustricken, aber was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr…)
Nett ist auch die im anglo-amerikanischen Raum bekannte “ABC”-Regel beim bewusstlosen Patienten:
A irway?
B reathing?
C irculation?
Was viele nicht wissen, es gibt dazu eine Fortsetzung.
Logischerweise folgt auf “ABC” natürlich “DEFG”:
D on’t
E ver
F orget
G lucose!
Und damit wäre dann auch endlich die BZ-Messung beim Koma-Patienten in der Notfallrettung etabliert…
Das wahrscheinlich bekannteste Akronym ist nach wie vor ein Hit, nein, es sind mehrere HITS (und bezieht sich auf reversible mögliche Ursachen eines Kreislaufstillstands).
Je nach Aufschlüsselung kommt es auch als “4 H + 2 HITS” vor.
H (6x)
Hypoxie
Hypovolämie
Hypo-/Hyperkaliämie
Hypoglycämie
Hypothermie
Herzbeuteltamponade
I (2x)
Intoxikation
Infarkt
T (2x)
Thromboembolie
Trauma
S (2x)
Spannungspneumothorax
Säure-Basen-Störung
Und wenn wir uns dann endlich von der (Fremd-)Anamnese über die Bewusstlosigkeit bis hin zum Kreislaufstillstand vorgekämpft haben und der Patient endlich intubiert ist, sich aber partout nicht beatmen lässt, dann hat der Doc womöglich vorher geraucht.
D yslokation des Tubus?
O bstruktion?
P neumothorax?
E quipment-Versagen?
Die Liste wird natürlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit fortgesetzt. Wer auch etwas beizusteuern hat, schreibt es am besten in die Comments oder per Mail an mich.