Artikel-Schlagworte: „Notfall“

Nicht nur Sven muss kotzen…

Markus Brüggemann | Freitag, 12. Februar 2010

…derzeit haben auch nicht wenige andere Leute das Bedürfnis, sich das Essen ein zweites Mal durch den Kopf gehen zu lassen. So sieht es zumindest im Rheinland aus, wo gestern mit Weiberfastnacht die Hochsaison von Karneval ‘10 eröffnet wurde.

Dieses Jahr habe ich es mir angetan, bei einem Zug in unserer schönen Nachbarstadt sanitätsdienstlich mitzumachen. Im übrigen werden meine nächsten Tage ähnlich aussehen.

Was erlebt man so an Karneval im Rheinland?

Ich kriegs Kotzen!

Sven Funke | Sonntag, 7. Februar 2010

Das folgende Video ist nicht etwa, wie böse Zungen behaupten würden, eine Image-Kampagne fürs DRK, und es ist auch kein Fake, wie manche sicher einwerfen werden, das lief tatsächlich so über die Fernsehschirme. Und ich bekomme das kalte Grausen. Ulf hatte ja schonmal angedeutet, dass es sinnvoll ist, Schülern Erste Hilfe nahe zu bringen, aber dann doch auch bitte richtig. Interessant auch, dass kein Arsch Redakteur vorher prüft, ob die Aussagen denn so auch stimmen. Eine zweite Meinung schadet ja bekanntlich nie. Zumal die Lehraussagen der Arbeitsgemeinschaft Erste Hilfe auch sicher über Google zu finden sind.

Herzlichen Dank an Max für den Link!

Korrekturen nach dem Klick.

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Medizinische Akronyme, Teil 3: Sportverletzungen

Sven Funke | Donnerstag, 29. Oktober 2009

Im dritten Teil der Sammlung geht es heute um die üblichen Sofortmaßnahmen nach einer Sportverletzung (z.B. Kontusion, Distorsion). Es gibt dazu (mindestens) zwei identische, je nach Muttersprach-Raum angepasste Handlungsanweisungen.

(Hier geht’s zu Teil 1 und Teil 2)

In Deutschland nennt man es PECH, im englischsprachigen Raum serviert man stattdessen RICE.

Pause
Eis
Compression
Hochlagern

bzw.

Rest
Ice
Compression
Elevation

Ziel des Ganzen ist klar. Am Anfang steht die Immobilisation der betroffenen Extremität und eine lokale Kühlung, um Schmerz und Schwellung zu mindern (etwa 20 min). Schon während der Kühlung sollte Druck auf die betroffene Stelle ausgeübt werden, auch so wird eine Einblutung gemindert – dies wird durch Lagerung über Herzniveau noch unterstützt, durch ein faszinierendes Phänomen namens Schwerkraft.

Nachtdienst

Sven Funke | Samstag, 17. Oktober 2009

Das folgende Video hat einen, ich zitiere das mal aus einer kürzlich gelesenen Filmrezension, “fetten Ach-du-Scheiße-Effekt“. Warum so etwas über die Fernsehbildschirme geflackert ist, möchte ich ehrlich gesagt nicht wissen. Ich persönlich habe es mir in den Favoriten abgelegt und werde wohl künftig Ausschnitte daraus zu Schulungszwecken verwenden.

Und ich kann jedem Studenten nur raten, mal ein paar Wochen Famulatur in der Anästhesie bzw. auf Intensiv zu machen. So etwas wie hier gezeigt, muss nicht sein.

Ach ja: Es geht mir nicht darum, irgendwen “vorzuführen”. Das ist vermutlich hier alles nur beispielhaft, Assistenzärzte werden überall ins kalte Wasser geworfen, und niemand erwartet, dass man als Berufsanfänger gleich “perfekt” ist.

Aber, wie hat es Christian vor Kurzem so schön gesagt, der mir auch dankenswerterweise den Link gegeben hat:

“Also, Reanimieren solltest du schön können, denn letzten Endes läuft es ja doch immer darauf hinaus.”

(Teil 2 und 3 nach dem Klick, Diskussion auch!)

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Akronyme – Notfallmedizin

Sven Funke | Donnerstag, 16. Oktober 2008

Ich sammle gemeinhin alles, was sich in irgendeiner Weise als Merksatz nutzen lässt. Bei gelegentlichen Streifzügen auf Fortbildungen, Seminaren, in der Uni, bei Kollegen und natürlich im World Wide Web findet man so allerlei Schätzchen.
Lernstrategisch übrigens auch gar nicht so übel.

hier ein kleines Beispiel für eine erfolgreiche Kurzanamnese…

S ymptomes?
A allergies?
M edicaments?
P ain?
L ast meal?
E vent?

Wer aus dem Rheinland kommt, kennt natürlich noch die Band “BAP”. Welch Wunder, dass sich hier immer noch in den Köpfen folgendes festsetzt:

B ewusstsein?
A tmung?
P uls?

(Verzweifelt wird von hunderten Dozenten fleißig versucht, es in “BAK” – “…, Kreislauf” umzustricken, aber was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr…)

Nett ist auch die im anglo-amerikanischen Raum bekannte “ABC”-Regel beim bewusstlosen Patienten:

A irway?
B reathing?
C irculation?

Was viele nicht wissen, es gibt dazu eine Fortsetzung.
Logischerweise folgt auf “ABC” natürlich “DEFG”:

D on’t
E ver
F orget
G lucose!

Und damit wäre dann auch endlich die BZ-Messung beim Koma-Patienten in der Notfallrettung etabliert…

Das wahrscheinlich bekannteste Akronym ist nach wie vor ein Hit, nein, es sind mehrere HITS (und bezieht sich auf reversible mögliche Ursachen eines Kreislaufstillstands).
Je nach Aufschlüsselung kommt es auch als “4 H + 2 HITS” vor.

H (6x)
Hypoxie
Hypovolämie
Hypo-/Hyperkaliämie
Hypoglycämie
Hypothermie
Herzbeuteltamponade

I (2x)
Intoxikation
Infarkt

T (2x)
Thromboembolie
Trauma

S (2x)
Spannungspneumothorax
Säure-Basen-Störung

Und wenn wir uns dann endlich von der (Fremd-)Anamnese über die Bewusstlosigkeit bis hin zum Kreislaufstillstand vorgekämpft haben und der Patient endlich intubiert ist, sich aber partout nicht beatmen lässt, dann hat der Doc womöglich vorher geraucht.

D yslokation des Tubus?
O bstruktion?
P neumothorax?
E quipment-Versagen?

Die Liste wird natürlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit fortgesetzt. Wer auch etwas beizusteuern hat, schreibt es am besten in die Comments oder per Mail an mich.


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