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Erste Hilfe an die Schulen!

Sven Funke | Mittwoch, 27. Januar 2010

Der “Kranke Pfleger” bat mich gerade per Mail, mir mal seine Petition anzuschauen und bei Interesse ein wenig Werbung dafür zu machen.

Viel zu wenige Menschen sind wirklich bereit und in der Lage, in Notfällen Erste Hilfe zu leisten – dabei sind die meisten Maßnahmen nicht einmal schwer, es braucht eben “nur” jemanden, der die Courage hat, auch wirklich zu helfen. Aber davon gibt es zu wenige. Es wurde vorgeschlagen, in den Schulen regelmäßig Erste Hilfe als Pflichtprogramm zu unterrichten und mindestens jährlich für jeden Schüler aufzufrischen…prima Gedanke, wie ich finde!

Über diesen Ansatz lässt sich sicher auch noch einmal über die Gewalt(bereitschaft) an Schulen nachdenken, und darüber, ob dieses Unterrichtskonzept nicht ein Ansatz wäre, so etwas einzudämmen.

Bildung ist aber in diesen Belangen Ländersache, und für die einzelnen Landtage gibt es so ein schickes Online-Portal, über das sich Petitionen mitzeichnen lassen, leider noch nicht. Es ist also auch ein bisschen eure Initiative gefragt! Schreibt an euren Landtagsabgeordneten und verbreitet dieses Anliegen!

Hier der Originaltext nach Ulfs Vorlage:

“Text der Petition
Der
Nordrhein-Westfälische Landtag möge beschließen, daß Schülerinnen und Schüler frühzeitig, jährlich und altersangepaßt in Erster Hilfe und lebensrettenden Sofortmaßnahmen unterwiesen werden. Dies schließt auch das Erkennen von Notfall- und vergleichbaren Situationen ein. Die Fertigkeiten werden von Jahr zu Jahr wiederholt und ausgebaut, bis ab etwa der 10. Klasse auch Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird.

Begründung
Es gibt zu wenig Ersthelfer. Viele Menschen sterben allein deshalb, weil zu wenig Erste Hilfe geleistet wird, ob aus Schaulust, Angst oder Unvermögen. Selbst Autofahrer, die zur Erlangung der Fahrerlaubnis einen derartigen Kurs nachweisen müssen, sind dazu selten in der Lage. Mit frühzeitiger und altersgemäßer und wiederholter Heranführung an die Kompetenzen, Notfälle zu erkennen und seinen Fähigkeiten entsprechend zu handeln, würde die Selbstverständlichkeit Erster Hilfe verinnerlicht. Zudem würde dadurch der Inhalt im Ernstfall besser abrufbar.”

Nachtrag mit Nachruf

Sven Funke | Freitag, 20. November 2009

Das Foto habe ich schon vor einigen Tagen gemacht, inzwischen sind die Abbrucharbeiten dort auch schon etwas weiter vorangeschritten:

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Der Hochstadenring 43 steht also nur noch zur Hälfte.

Für die, die das nicht wissen: Das Gebäude enthielt früher einmal die gesamte Stadtgeschäftsstelle der Bonner Malteser, zusammen mit der Malteser Rettungsassistentenschule Bonn. Beide Einrichtungen sind 2007 ausgezogen und nun über das Stadtgebiet verteilt, die StGS in Auerberg und die Diözesanschule im Grenzgebiet zwischen Duisdorf und dem Hardtberg, in der Nähe des Malteser-Krankenhauses.

Habe leider nur noch die letzten 2 Jahre dort mitbekommen, aber es war immer wieder nett. Nur etwas eng. Aber nett.

Schülerstreik: Bonn versinkt im Chaos

Sven Funke | Mittwoch, 17. Juni 2009

Momentan ist der Bahnverkehr auf den Linien 66, 62 und 61 über die Kennedy-Brücke völlig lahmgelegt, wie ich eben auch leidvoll erfahren durfte.

Der (diesjährige?) “Bildungsstreik”-Mob zieht durch die Straßen. Na Klasse.

Worum geht’s?

Im vergangenen Oktober hatten sich zum ersten Mal bundesweit über 100.000 Schüler in dutzenden großen Städten getroffen, um für ein besseres, gerechteres Bildungssystem zu demonstrieren – und gleichzeitig dem Unterricht fernzubleiben.

Diese Woche, heute, gibt’s die Neuauflage dieses einmaligen Erfolgsrezepts. In Bonn ziehen zwischen 3000 und 4000 Schüler (angeblich auch Studenten) durch die Straßen.

Das Streikkomitee fordert:

  • Abschaffung des Abiturs nach 12 Jahren (G8)
  • Kleinere Klassen
  • Abschaffung der Kopfnoten
  • Abschaffung der zentralen Abschlussprüfungen und Vergleichsarbeiten
  • Neuordnung des Schulsystems: “Eine Schule für Alle statt Aussortiern in Gymnasiasten, Real-, Haupt- und Sonderschüler”
  • Abschaffung der Studiengebühren

So weit, so wundervoll. In diesem Jahr hat man das Projekt in “Bildungsstreik” umgetauft, offenbar, um zusätzlich noch Studenten und Auszubildende ins Boot zu holen und den Forderungen dadurch mehr Gewicht zu verleihen.

Interessant dabei: studentische und politische Verbände haben sich in Bonn und dem gesamten Umland gegen den Streik ausgesprochen. Offenbar hat sich aber niemand der Organisatoren ernsthaft die Frage gestellt, warum eigentlich!

Ich möchte hier niemandem das Recht auf seine freie Meinungsäußerung absprechen, schließlich mache ich ja auch gerade davon Gebrauch. Die freie Äußerung der eigenen Meinung setzt aber voraus, dass man denn eine besitzt, also mündig genug ist, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Aus der (zugegeben flüchtigen) Beobachtung der streikenden Massen im Vorbeigehen eben habe ich zum überwiegenden Teil geschätzt 12- bis 14-jährige bezahnspangte Kiddies gesehen, die den Tag genutzt haben, um cool durch Bonn zu ziehen und den eigenen Unterricht ausfallen zu lassen – jedenfalls muss es einem außenstehenden Beobachter so vorkommen.

Gegen 16.30 soll auf dem Münsterplatz die Abschlusskundgebung vollzogen sein. Ich überlege momentan noch, ob ich die selbst verfolgen werde, um zu sehen, inwieweit die Herren Organisatoren überhaupt in der Lage sind, ihre Forderungen und Ansichten selbst zu formulieren.

Ich habe kein Verständnis dafür, dass Schüler für eine derartige linkspopulistische Scheiße instrumentalisiert werden und sich auch noch instrumentalisieren lassen! Diese Demonstration zieht sich selbst durch die Absurdität ihrer eigenen Forderungen ins Lächerliche. Selbst der AStA hat sich in Bonn mehrfach deutlich gegen die Demonstration ausgesprochen, und das, obwohl selbstverständlich viele Studenten unter den Studiengebühren zu leiden haben, und die Universitäten überall noch unvorbereitet auf den drohenden Ansturm der G8- und gleichzeitigen nicht-G8-Abiturienten sind.

Ich möchte ausdrücklich jeden warnen, sich selbst auf dieses dünne politische Eis zu bewegen, das die Demonstranten unter ihren eigenen Füßen haben. Es ist sinnvoller, sich selbst “richtig”, d.h. konsequent und mit vertret- und verfolgbaren Zielen politisch zu engagieren, als sich für undurchsichtige, populistische Manipulationen einspannen zu lassen, deren einziges Ziel es ist, zu stören.
Dadurch wird nichts bewegt, im Gegenteil!

(vgl. hierzu auch den Artikel “Demonstranten ziehen über Oxfordstraße”, General-Anzeiger, Ausgabe BN, Seite 15, vom 17.06.09 – David hat Recht!)

Ach ja: Von Zeit zu Zeit muss sogar ich, der ich ansonsten eher ein unpolitischer Zeitgenosse bin, meinen Senf hierzu abgeben. Meine Äußerungen bilden dabei durchaus eine Diskussionsgrundlage. Wer damit nicht einverstanden ist, dem steht es frei, den Blog nicht weiter zu lesen.

Einladung zum IV. Bonner Schulsanitag

Sven Funke | Donnerstag, 21. Februar 2008

cojobo-sandienst-logoNEU  Am 19. Juni diesen Jahres lädt der Schulsanitätsdienst des Collegium Josephinum Bonn zusammen mit der hauseigenen Unfalldarstellungsgruppe alle SSDs aus Bonn und der Bonner Umgebung herzlich ein, an einem sportlichen Wettbewerb und einer Veranstaltung zum gegenseitigen Kennenlernen teilzunehmen.

Der diesjährige “IV. Bonner Schulsanitag”, der sich in den vergangenen 3 Jahren bereits zu einer wahren Insitution gemausert hat, findet am 19.06. zwischen 7:45 und etwa 14:30 Uhr in den Räumen des CoJoBo statt. Die Siegerehrung erfolgt in diesem Jahr durch Frau Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, worüber wir uns als Organisationskomitee sehr freuen.

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme! Alle Interessierten können sich bei Fragen, zur Anmeldung, Unterstützung und zur allgemeinen Kontaktaufnahme an die eigens eingerichtete E-Mail-Adresse wenden:
sanitag@cojobo-sandienst.de

Der Wettbewerb ist in zwei Schwierigkeitsgrade aufgeteilt, die sich an Teilnehmer auf Erste-Hilfe-Niveau und Teilnehmer mit höherem Ausbildungsstand (bei den meisten Schulen der San-A-Lehrgang des DRK bzw. der Sanitätshelfer des MHD bzw. der JUH) richten. An den einzelnen Wettbewerbsstationen werden die von der Unfalldarstellungsgrupe realistisch in Szene gesetzten Notfälle zu beherrschen sein. Darüber hinaus gibt es ein interessantes Rahmenprogramm mit verschiedenen Informationsangeboten und erstmals auch eine Abfrage der Theoriekenntnisse der Schulsanis.

Das genaue Veranstaltungskonzept als PDF könnt ihr euch auf der Webseite des Schulsanitätsdienstes kostenlos herunterladen, ein gesondertes Einladungsschreiben geht in den nächsten Tagen

auf dem Postweg an die Bonner Schulen.

Wir wünschen schon jetzt allen Teilnehmern viel Spaß und Erfolg!


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